Unsere Rohrummantelung sorgt für ein optimales Arbeiten im Bereich des grabenlosen Rohrvortriebs. Durch die enorme Abriebfestigkeit, die bei herkömmlichen PE/PP- Ummantelungsverfahren nicht gegeben ist, werden Beschädigungen beim Einbauprozess abgewendet. Somit wird eine zeitsparende und kosteneffiziente Arbeitsweise vor Ort gesichert, da der Austausch beschädigter Rohre bzw. das Anlegen eines kathodischen Korrosionsschutzes entfällt.
Die harte Beschichtung aus Glasfaser und Kunstharz legt sich wie ein zusätzliches Schutzschild um das Rohr. Die Aushärtung des GFK erfolgt durch UV-Licht ohne Einmischen von Härter und Beschleuniger, wodurch eine schnelle und vollständige Aushärtung des Kunststoffs zu jedem Zeitpunkt möglich ist. Der nur 5mm dicke Schutzpanzer birgt somit die größtmögliche Sicherheit bei den Anforderungen an die elektrische Durchschlagfestigkeit (25kV). Sicherheit, die sich auf jeden Fall bezahlt macht, denn fällt die Endprüfung auf die elektrische Durchschlagfestigkeit positiv aus, muss die defekte Stelle geortet, ausgebessert und der gesamte Arbeitsprozess wiederholt werden.
Seit Mitte der 90er Jahre arbeiten wir mit verschiedenen Firmen (z.B. Wingas GmbH, RWE, ThyssenKrupp AG Materials International GmbH) in verschiedenen Projekten zusammen - beispielsweise bei der Rohrleitungsanbindung der Bohr- und Förderinsel Mittelplate an die Landstation Dieksand in Friedrichskoog. In dem Projekt waren höchste Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen an das extrem witterungsbeständige Material zu erfüllen, da die Pipeline-Anbindung durch den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer verläuft. Auch Trassenabschnitten der WEDAL, JAGAL und OPAL wurden mit dem Schutzpanzer verbaut.
Bis Ende 2010 gelangten so 83.000 Meter Rohr (DN 150 bis DN 1.400) mit dieser verschleißfesten Schutzhülle unter die Erde. Seit der Einführung des Produktes (Einbau seit 1996) gab es keine Schadensmeldung.
Partielle Ummantelungen
Schweißnähte bieten eine besondere Angriffsfläche für Beschädigungen durch Umwelteinflüsse, da sie erst nachträglich ummantelt werden können. Hinzu kommt, dass dieser Prozess direkt vor Ort geschehen muss. Durch die Anwendung von GFK ist es uns möglich, diesen Arbeitsprozess innerhalb kürzester Zeit vorzunehmen und spätere Beschädigungen der Nahtstellen zu vermeiden. Das Arbeiten im lichtdichten Zelt und der gezielte Einsatz von UV-Lampen härtet das Material kontrolliert aus. Ein Aushärtungsprozess „von außen nach innen” vermeidet zusätzlich das Entstehen von Dämpfen.
Die Vorteile der partiellen und kompletten Rohrummantelung
- Höchste rohrmechanische Abriebfestigkeit
- Extrem hoher Korrosionsschutz
- Größtmögliche Sicherheit bei den Anforderungen an elektrische Durchschlagfestigkeit (25kV)
- Auf Mantelrohre kann verzichtet werden
- Verkürzung des Arbeitszeitaufwandes durch das effiziente Verfahren
- Leichte und gezielte Verarbeitung bei der Ummantelung von Schweißnähten vor Ort
- Keine Handhabung von Chemikalien auf der Baustelle (keine Nutzung von Härtern oder Beschleunigern)
- Umweltfreundliches Arbeiten, da chemische Zusätze durch den neuartigen Aushärteprozess entfallen







